Tagung des Hochschuldidaktischen Zentrums

Gestern fand in Leipzig die Jahrestagung des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen statt (eine relativ neue Einrichtung, deren Finanzierung seit Montag mal wieder für weitere sechs Monate gesichert ist…).

Ich hatte die Gelegenheit, in einer Postersession zum Thema “Forschendes und Problemorientiertes Lernen” das Projekt vorzustellen, an dem ich in der Medienpädagogik lehre und forsche. Der Titel des Beitrags lautete “Online-Tutorielle Begleitung der Vorlesung Medienpädagogik”, und so habe ich auch erstmal mein Poster benannt. Allerdings ist mir aufgefallen, dass ich endlich mal einen griffigen, aussagekräftigen Titel für das Projekt finden sollte. Das ist schwierig (deshalb als tag jetzt hier erstmal: Projekt E-Learning in der Medienpädagogik – immer noch sperrig und wenig aussagekräftig), weil es ein recht komplexes Projekt ist, das sich an mehrere Teilnehmergruppen richtet und dementsprechend auch Ziele auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen miteinander vereint.

Ich stelle hier einfach mal mein Poster zur Verfügung, auf dem zwar auch nicht alle Informationen zum Projekt enthalten sind, das aber zumindest gestern in der Session den Zuhörern beim Verständnis des Projekts geholfen hat…

Insgesamt passte das Poster sehr gut in die Session “Forschendes und Problemorientiertes Lernen” – auch wenn es dort das einzige Poster (a) aus einem sozialwissenschaftlichen Studiengang und (b) aus dem Bereich E-Learning war (die anderen Beiträge kamen aus Medizin, Biowissenschaften, Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften). Die anderen Beiträge zum E-Learning waren leider in einer anderen Session (Umgang mit heterogenen Studierendengruppen/E-Learning) eingeordnet.

Letzlich freue ich mich einerseits darüber, das Poster in dieser Session vorgestellt zu haben, da bei der Einordnung die Bedeutung und die Besonderheit unseres didaktischen Herangehens (langfristige Integration der Studierenden in ein realistisches Handlungsfeld, Begleitung und Reflexion der Tätigkeit in diesem Feld mit dem Ziel, theoretische und praktische Erkenntnisse miteinander zu vernetzen und reflektierte Handlungsfähigkeiten zu fördern) deutlich wird, die gerade im E-Learning-Bereich ja keine Selbstverständlichkeit ist. Andererseits hätte ich natürlich gern die anderen Beispiele zum E-Learning genauer als mit einem kurzen (der Zeitplan war leider sehr eng) Blick auf die Poster kennengelernt und den Austausch mit den Akteuren gesucht. Auch deshalb warte ich schon ungeduldig auf die Online-Tagungsdokumentation!

Unabhängig von meiner eigenen Präsentation war die Veranstaltung auch ansonsten sehr anregungsreich und ich hoffe, in den nächsten Tagen noch einige Eindrücke und Gedanken folgen zu lassen. Vielleicht lerne ich dabei ja noch mal das kontinuierliche Bloggen ;-)

2 Antworten zu Tagung des Hochschuldidaktischen Zentrums

  1. [...] der Jahrestagung des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen in der letzten Woche (vgl. erster Bericht) habe ich mich mal wieder gefragt, warum eigentlich (a) am Ende jeder Tagung eine Podiumsdiskussion [...]

  2. [...] Und dabei begannen dann meine Probleme mit dem Artikel… Es erschien an einigen Stellen so, als gäbe es nicht nur den grundsätzlichen Widerspruch zwischen den Wissensarten, sondern darauf aufbauend auch einen grundsätzlichen Widerspruch zwischen forschendem und handlungsorientiertem Lernen. Möglicherweise ist das dem Ziel der Darstellung geschuldet, aber ich denke, dass dieser Widerspruch insofern ein konstruierter ist, da scheinbar von einem recht verkürzten Handlungsbegriff ausgegangen wird (der eher ein ‘automatisiertes Funktionieren’ beschreibt als ein Handeln, so wie ich es verstehen würde). Nicht, dass ich mich mit dem Begriff der Handlung schon ausführlich (genug) befasst hätte… aber für mich gehört zum Handeln (und damit auch zur Handlungsfähigkeit) zumindest in den pädagogischen Berufsfeldern immer auch die Reflexion dieses Handelns dazu. Will heißen, z.B. kompetentes didaktisches Handeln schließt für mich einen ‘forschenden’ und distanzierten Zugang zum eigenen Lehren und Lernen in jedem Fall mit ein. Deshalb ja auch der spezifische Fokus auf reflexives Lernen und den Einbezug in die Qualitätsentwicklung in meinem Projekt zur Entwicklung didaktischer Kompetenzen für die Gestaltung von E-Learning-Angeboten… [...]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.